Umwelt im Kanada-Lexikon

Kanadas Kohlenstoffdioxid Verbrauch pro Kopf zählt zu den weltweit höchsten. Dies liegt vor allem an der Größe des Landes, sowie an dessen wirtschaftlicher Ausrichtung. So ist das Flugzeug ein sehr gängiges Fortbewegungsmittel und die Wirtschaft ist durch Fischfang und Holzhandel geprägt.

Ein riesiges Problem stellt mittlerweile der Lachsfang im Yukon River dar. So existiert heute sogar ein saisonales Verbot für den Fang. Grund dafür sind Fischtrawler der USA, welche vor der Mündung des Yukon alles abfischen und somit eine Rückwanderung zu den Quellen des Yukon erschweren oder gar verhindern. Leider erhebt die kanadische Regierung keinen Einspruch, aus Angst es könnten keine amerikanischen Kreuzfahrtsschiffe mehr in Kanada anlegen. Dies hätte leider zu große Konsequenzen für den Tourismus der Region. Aber auch der noch längst nicht gelöste Konflikt zwischen Tierschutzverbänden und Industrie, in Bezug auf die Tötung von Robben, stellt ein Problem dar. An diesem Punkt gerät die kanadische Regierung in einen Konflikt. Einerseits benötigt die neufundländische Bevölkerung die Robbenjagd als Einkunftsquelle. Andererseits jedoch steht die Regierung unter dem moralischen Druck der Öffentlichkeit.

Kanada gehört leider zu den Industrienationen mit der schlechtesten Bilanz in Sachen Umweltschutz. Das Land liegt auf dem Gebiet der ökonomischen Entwicklung und Zusammenarbeit auf dem 28. Rang und das von 30. Bei der Produktion von Atommüll belegt es sogar den letzten Platz, sowie beim Wasserverbrauch den 29.


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