Kanadischer Schild im Kanada-Lexikon

Der Kanadische Schild, auch Laurentischer Schild genannt, ist eine geologische Region in Hufeisenform. Es umfasst den mittlern und östlichen Teil Kanadas sowie kleine Teile im Norden der USA. Insgesamt kann man sagen, dass sich der Schild in einem großen Halbkreis um die Hundsonbay erstreckt. Die Fläche reicht vom nördlichen Quebec und Labrador bis hin zur arktischen Küste im Norden des Großen Bärensees. Insgesamt hat der Schild eine Größe von ungefähr 4,8 Millionen Quadratkilometern und umfasst so fast die Hälfte des kanadischen Gebietes. Der Schild stellt den ältesten Teil der Kontinentalplatte Amerikas. Seine Gesteine enthalten Fossilien von frühsten Lebensformen unserer Erde. So zum Beispiel Bakterien und auch Algen, welche bis zu zwei Milliarden Jahre alt sind. Vor etwa 2,5 Millionen Jahren, also während der letzten Eiszeit, war das Gebiet noch von kontinentalen Gletschern bedeckt. Diese trugen die obersten Erdschichten ab und lagerten sie an anderen Stellen wieder an. Auf diese Weise entstanden eine Vielzahl von Flussbetten und Seen. Heute liegt die Durchschnittshöhe bei etwa 300 bis 600 Metern über dem Meeresspiegel. In Ausnahmefällen werden allerdings auch Höhen bis etwa 1000 Meter erreicht. Der nördliche Teil des Schildes ist von arktischem Klima geprägt. So tauen die Böden nur an ungefähr 40 Tagen im Jahr auf und Seen und Flüsse sind nur für etwa 3 Monate eisfrei. Der südliche Schild besitzt milderes Klima und ist durch Laub- und Fichtenwälder geprägt. Im gesamten Schild jedoch findet man Seen, Sümpfe und auch Moore. Bewohnt ist der Norden des Schildes nur sehr spärlich, wenn dann meist nur von Eskimos und anderen indigenen Völkern. Im südlichen Teil findet man jedoch zahlreiche Städte. Diese wurden vor allem durch den Abbau der Bodenschätze errichtet.


Hauptseite | Impressum