Gwaii Haanas Nationalpark im Kanada-Lexikon

Der Gwaii Haanas Nationalpark wurde 1988 gegründet und besitzt eine Fläche von 1.470 Quadratkilometer. Das Haida Naturvolk nennt sein Homeland der Queen Charlotte Island „Inseln der Wunder und Schönheit“. Gwaii Haanas ist umgeben von 137 Inseln ein wahres Naturparadies und nur mit dem Boot oder Flugzeug erreichbar. Geprägt ist die Landschaft durch die Gebirgsregion der Queen Charlotte Mountains, Buchten, Fjorde und Regenwälder. Das Alter der Regenwälder wird auf mehr als tausend Jahre geschätzt. Sie gehören zu der interessanten Kultur des Haidavolkes. Seit etwa 10.000 Jahren schon ist Gwaii Haanas bevölkert und besitzt gerade aus diesem Grund eine vielseitige und reiche Kultur. Vor noch nicht allzu vielen Jahren bedrohte jedoch eine profitgetriebene rücksichtslose Abholzung der Regenwälder das Ökosystem der Inseln. 1985 führten jedoch eine zunehmende Oposition gegen die Abholzung zu zahlreichen Verhaftungen und Blockadeaktionen. Jedoch kam es erst 1988 zu einer Einigung zwischen der Regierung Kanadas und den Haida People. Heute ist die Region ein Nationalpark und wird von den Ureinwohnern mitverwaltet. Das Fundament für die Haida People bildet das milde Klima, die Wälder sowie der pazifische Ozean mit seinen reichen Fischvorkommen. Trotzdem ging die Population der Haida Ende des 19. Jahrhunderts extrem zurück. Grund hierfür waren die eingeschleppten Krankheiten der Einwanderer. Seit etwa 20 Jahren kommt es jedoch wieder zu einer Renaissance der Haida Kultur. Eine ganz spezielle Handwerkskunst der Haida ist es Kanus zu bauen, welche eine Länge von 50 Feet haben und aus einem Stück gefertigt sind.

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