Großer Sklavensee im Kanada-Lexikon

Der Große Sklavensee ist ein Süßwassersee, welcher in den Northwest Territorien genauer gesagt in der Region Fort Smith liegt. Er ist hinter dem Bärensee der zweitgrößte See, welcher sich kompletten auf kanadischen Boden befindet. Seine Länge beträgt 485 Kilometer und die bedeckte Fläche 28.570 Quadratkilometer. Er ist mit einer Tiefe von bis 614 Metern der tiefste Fluss Nordamerikas. Gespeist wird der See durch den Hay und den Sklavenfluss. Die Entwässerung erfolgt durch den Mackenzie. Den Kanadischen Schild berührt der See mit dem Ostteil. Der westliche Teil hingegen ist sumpfig und im Vergleich zum Ostteil eher flach. Die am häufigsten vorhandenen Fische sind Forellen und Renken, welche gerade für die Binnenfischerei eine große Bedeutung haben. Schiffbar ist der See von Mitte Juni bis Mitte Oktober. Danach jedoch vereist er langsam. Yellowknife zählt zu den Siedlungen am Seeufer, die Stadt ist zugleich Hauptstadt des Territoriums. Hay River hingegen ist ein Fischerei- und Transportzentrum und liegt im Südwesten. Das Handelszentrum Fort Providence findet man im Westen. Erstmals erreicht wurde der See im Jahre 1771 und zwar von einem britischen Pelzhändler und Entdecker namens Samuel Heame. So beherrschte der Pelzhandel auch die Wirtschaft der Region, allerdings nur bis in die frühen Jahre des 20. Jahrhunderts. Dies lag daran, dass man in den 30er Jahren mit dem Goldabbau begann. Später kamen dann Zink- und Bleiminen am Südufer des Sees hinzu. Benannt wurde der See nach den Slavey- Indianern, welche früher in diesem Gebiet heimisch waren.

In diesem Artikel wird das Thema Großer Sklavensee behandelt. Gerne können Sie einen Kommentar hinterlassen. Weitere Artikel finden Sie unter dem entsprechenden Buchstaben.

Kommentare

Die Kommentarfunktion ist derzeit deaktiviert.


Hauptseite | Impressum