Gesundheit im Kanada-Lexikon

Das Leitungswasser in Kanada ist trinkbar. Es enthält jedoch oft chemische Zusätze, welche die geschmackliche Richtung beeinflussen. Zusätzlich werden eine Menge importierte Mineralwässer angeboten. Vorsicht ist jedoch bei nicht durchgegartem Fleisch, da hier die Gefahr einer Trichinose besteht. Dieses Risiko besteht jedoch bei vollständig durchgegartem Fleisch nicht. Im Südosten von Britsh Columbia besteht leider von April bis September die Übertragungsgefahr von Borreliose und zwar durch Zecken in Gräsern und Sträuchern. Schützen kann man sich vor diesen Plagegeistern, indem man die Haut mit langer Kleidung bedeckt und insektenabweisende Mittel benutzt. Landesweit ist leider das Vorkommen von Hepatitis B. Deshalb empfiehlt sich eine Impfung besonders bei längeren Aufenthalten und engem Kontakt mit der Bevölkerung. Für Kinder gilt zusätzlich die Impfempfehlung gegen Meningokokken-Meningitis. Zum Schutz sollte man trotzdem große Menschenmassen meiden. Auch Tollwut ist im kompletten Land zu finden. Besonders gefährliche Überträger sind hierfür Fledermäuse, Hunde, Katzen und natürlich alle Waldtiere. Eine Impfung empfiehlt sich bei Kindern, Rucksackreisenden sowie bei längeren Aufenthalten. Im Falle einer Bisswunde sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. Medizinische Einrichtungen in Kanada sind ausgezeichnet. Jedoch gilt dies nicht für die Zuverlässigkeit und Qualität der Gesundheitsversorgung in den Provinzen Ontario und Quebec, denn diese entspricht auf keinem Fall unserem deutschen Standard. Problematisch sind vorwiegend die Überlastung von Ärzten und Krankenhäusern, welche zu langen Wartezeiten führen. Aus diesem Grund ist weder eine gute Notfallversorgung, noch eine dauerhafte ärztliche Behandlung garantiert. Dies gilt ebenfalls für Privatpatienten. Vor allem in die nördlichen Teile des Landes sollte auf jeden Fall eine Erste-Hilfe-Ausrüstung mitgenommen werden. Den Notdienst erreicht man unter der Nummer „911“.


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