Bevölkerung im Kanada-Lexikon

Kanada hat eine der geringsten Bevölkerungsdichten der Welt. Und dies obwohl eine Volkszählung 2006 eine Einwohnerzahl von rund 31,5 Millionen Menschen ergab. Jedoch kein Wunder, denn Kanada ist flächenmäßig das zweit größte Land der Welt. Die Bevölkerung konzentriert sich zur Mehrzahl auf einem 350 km breiten Streifen entlang der Grenze der USA. Im Norden sind weite Teile nahezu unbesiedelt. Die meisten Kanadier, nämlich 80 %, leben in den Millionenstädten Kanadas. Kanada ist aber auch ein klassisches Einwanderungsland. In der Vergangenheit kamen große Einwanderungsgruppen aus Europa, heute verlagert sich dies mehr zu einer Einwanderung aus Fernost. So hat Kanada die höchste Wachstumsrate unter den G8-Staaten. In Kanada liegt die durchschnittliche Lebenserwartung bei 73,6 Jahren. Man unterscheidet in Kanada drei indigene Gruppen. Die Inuit, die Metis und die First Nations. Etwa 1,2 Millionen Kanadier gelten als Angehörige indigener Gruppen. Dies sind lediglich 3,8 Prozent der Bevölkerung. 2001 sprachen rund 185.960 Kanadier eine der 50 bekannten indigenen Sprachen. Seit 1996 gibt es jedes Jahr am 21. Juni den „National Aboriginal Day“. Im Ministerium für „Indian and Northern Affairs“ werden die Interessen der indigenen Bevölkerung Kanadas vertreten. Rund 73,3 % der Bevölkerung Kanadas gehören der christlichen Konfession an. 44% sind katholisch und 29% protestantisch. Der Rest der Bevölkerung verteilt sich auf 1,1 % Juden, 1,7 % Muslime und 1% Buddhisten. 16,5% sind ohne eine Glaubenszugehörigkeit.




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