Bankwesen im Kanada-Lexikon

Als nationale Zentralbank fungiert die Bank of Canada, welche ihren Sitz in Ottawa hat. Toronto ist jedoch das Finanzzentrum von Kanada, da sich hier die meisten Zentralen der in Kanada tätigen Banken befinden. Insgesamt besteht der kanadische Bankensektor aus 21 inländischen Banken und zusätzlichen 45 Tochtergesellschaften bzw. Filialen ausländischer Banken. So besteht ein breites Filialnetz von etwa 8.000 Einheiten. Wenn man sie an der Bilanzsumme misst, so sind die Royal Bank of Canada und die Toronto-Dominion Bank die größten Geldhäuser des Landes. So werden 90 Prozent des kompletten Bankvermögens allein durch die sechs größten konzessionierten Banken verwaltet. Die Geschäftsbereiche von Banken, Versicherungen und Wertpapierhändlern waren in Kanada allerdings bis in die heutigen 60er Jahre getrennt. Danach kam es jedoch auch auf kanadischen Boden zu einer Konsolidierung der Finanzdienstleistungen. So nahmen in Folge dessen die Banken, zusätzlich zu ihren Einlagen- und Kreditgeschäft, eine Vielzahl von weiteren Angeboten der Finanzdienstleistungen in ihr Programm auf. Aber auch umgekehrt hat sich einiges geändert, die so genannten Trust Companies bieten nicht mehr nur im Auftrag eines Kunden Kapital an, Sondern sie verwalten sogar Einlagen und vergeben Kredite. Zudem können sie im Umfang der Treuhandverwaltung Vermögen von Kunden betreuen und staatlich anerkannte Altervorsorgepläne anbieten. Aber auch in Kreditinstrumente, Hypotheken und Wertpapiere investieren. Aus diesem Grund sind auch früher auf Vermögensverwaltung ausgelegte Institute mittlerweile auch am Geldmarkt tätig und im Kreditgeschäft aktiv beteiligt. Selbst Lebensversicherungen können heute Bankgeschäfte tätigen.

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Text (c) 2017: C. H.

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