Ärztliche Versorgung im Kanada-Lexikon

Die hygienischen und sanitären Verhältnisse in Kanada entsprechen weitestgehend unseren in Deutschland. Das kanadische Gesundheitssystem ist staatlich organisiert und Arzttermine sind leider nur schwer zu erhalten. Sollte dennoch ein Arzt gebraucht werden, gibt es so genannte “walk in clinics“ an die sich gewendet werden kann. Im Notfall ist natürlich auch jede Notaufnahme eines Krankenhauses ansprechbar. Das Leitungswasser in Kanada ist zwar trinkbar, allerdings enthält es oft chemische Zusätze, welche den Geschmack nachhaltig beeinflussen.

Die Medikamentenversorgung in Kanada ist sehr gut. Verschreibungspflichtige Medikamente können ohne Probleme mit entsprechendem kanadischem Rezept besorgt werden. Deutsche Spezialpräparate dürfen unter Vorlage des entsprechenden Rezeptes in den benötigten Mengen eingeführt werden. Durch das staatliche Gesundheitswesen sind die Medicare in den meisten Provinzen über Steuern finanziert. Lediglich in Alberta und British Columbia sind Krankenversicherungsbeiträge zu zahlen. Dafür sind in diesen beiden Provinzen aber auch die Steuern dementsprechend niedriger.

Jedoch gibt es zwei Haken an diesem System. Erstens sind nur kanadische Bürger und Ausländer mit permanent residence status über Medicar versichert. Alle anderen müssen sich in Eigeninitiative versichern. Zweitens ist dieses Leistungsspektrum natürlich nur gering. So müssen meist Medikamente aus der eigenen Tasche bezahlt werden. Ebenso ist es bei Notfalldiensten und Behandlungen beim Zahnarzt. Hinzu kommt, dass die Regelungen wer was zahlen muss von Provinz zu Provinz nochmals unterschiedlich sind. Die meisten Kanadier sind deshalb zusätzlich über den Arbeitgeber versichert. Bei befristeten Aufenthalten wird eine deutsche Auslandskrankenversicherung empfohlen.



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