News vom 07.08.2010
Jagdflieger in Kanada fangen russischen Bomber an
Die Süddeutsche.de berichtete über kanadische Jagdflieger, die an der Nordgrenze von Kanada zwei russische Bomber abgefangen haben. Angeblich haben die Piloten der Tupolew Tu-95 versucht, vom Nordpol kommend in den kanadischen Luftraum einzudringen. So berichtete es das Verteidigungsministerium. Beide Flugzeuge sollen mehrere Versuche unternommen haben, wurden von den kanadischen Jägern aber immer wieder abgedrängt.
Aus Russland heißt es wiederum, dass die Bomber auf einem normalen Trainingsflug gewesen sind und nie in fremden Luftraum eingedrungen wären. Der Einsatz seiner Luftwaffe wurde von Kanadas Verteidigungsminister Peter MacKay als „Botschaft“ bezeichnet. „Wir haben CF-18-Jäger da und wir werden sie jedes Mal begrüßen“, sagte er weiter. Der Einsatz dürfte der Regierung nicht ganz ungelegen kommen: immerhin will Ottawa für 16 Milliarden Dollar, dass sind rund zwölf Milliarden Euro, 65 neue F-35-Jäger in den USA kaufen.
Nach kanadischen Angaben ereignete sich der Vorfall bereits am Mittwoch, ca. 500 Kilometer nördlich von Goose Bay im Osten Labradors. Ganz in der Nähe befindet sich eine der größten Luftwaffenbasen der NATO. Hier üben regelmäßig auch deutsche Luftwaffen-Piloten. Russland hat in den letzten Jahren mit dem Langstreckenbomber Tu-95, der eine Reichweite von mehr als 14.000 Kilometer hat und Atomwaffen tragen kann, immer wieder den Luftraum Großbritanniens, Islands, Japans, Kanadas und anderer verletzt.



