News vom 26.06.2010
G8 Gipfel in Kanada verspricht Milliarden für Kinder und Mütter
Die G8-Staaten wollen rund fünf Milliarden US-Dollar für den Kampf gegen die Mütter- und Kindersterblichkeit in armen Ländern bereit stellen. Um die Kinder- und Müttersterblichkeit in Entwicklungsländern zu bekämpfen, einigten sich die acht führenden Industrienationen bei ihrem Gipfeltreffen in Kanada auf fünf Milliarden US-Dollar. Ferner wurde von anderen Ländern und Stiftungen weitere 2,3 Milliarden Dollar zugesagt, so teilte es Kanadas Premier Stephen Harper am Freitag mit.
Harper teilte weiter mit, dass sein Land in den nächsten fünf Jahren rund 2,75 Milliarden US-Dollar für den Kampf gegen Kinder- und Müttersterblichkeit zur Verfügung stellen werde. Eine Milliarde Dollar davon sind „neues“ Geld, denn der Rest wurde schon früher zugesagt. Nach Angaben des Weißen Hauses sicherte US-Präsident Barack Obama auf dem Gipfeltreffen zu, dass er den Kongress für 2010 und 2011 um die Freigabe von 1,35 Milliarden Dollar bitten werde. Nach Angaben der Delegation will Russland in den kommenden drei Jahren 75 Millionen Dollar beisteuern und nach Angaben von Regierungskreisen wird auch Deutschland bei dem Treffen eine „weitere Steigerung unserer Leistungen“ zusagen - eine Summe wurde nicht genannt. Auch Frankreich will die Höhe seiner Zahlungen erst am Samstag bekannt geben.
Nach Angaben von Harper folgten auch die Niederlande, Neuseeland, Südkorea, Spanien und die Schweiz dem Beispiel der G-8-Staaten. Auch sie erhöhten die Unterstützungsleistungen. Daneben sicherte die Stiftung von Microsoft-Gründer Bill Gates und seiner Frau Melinda zusätzliche 1,5 Milliarden Dollar zu und auch die Stiftung der Vereinten Nationen wird sich an der Initiative beteiligen.
Die Zusagen wurden von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sehr begrüßt. Gleichzeitig forderte er aber auch einen erhöhten Einsatz für die Entwicklungsländer. „Wir brauchen in dieser Zeit viel, viel mehr“, sagte er gegenüber dem kanadischen Sender CBC. Er ermahnte die Industrienationen aber auch, dass deren bisherigen Zusagen eingehalten werden müssen. Für fünf Jahren hatten die G8-Staaten auf ihrem Treffen in Schottland schon versprochen, ihre Entwicklungshilfe bis 2010 um 50 Milliarden Dollar aufzustocken. Nach Angaben von Oxfam wurde diese Vorgabe bisher um 20 Milliarden Dollar verfehlt.



