News vom 08.06.2010
Kanadische Regierung baut künstlichen See
Die kanadische Regierung muss in diesen Tagen sehr viel Kritik einstecken, denn sie hat zum bevorstehenden G-8 / G20-Gipfel für die Journalisten einen Erlebnispfad mit künstlichem See anlegen lässt. Auf die Kritik reagierte die Regierung nur damit, das es so üblich sei. Der künstiche See im Pressezentrum für den G-8 / G20-Gipfel in Huntsville (Ontario) und Toronto hat gleich mehrere Millionen verschlungen. Für diese drei Tage andauernde Veranstaltung hat die Regierung in Kanada buchstäblich fast zwei Millionen kanadische Dollar, das entspricht rund 1,5 Millionen Euro, in den Abfluss gekippt, so betitelte es der Abgeordneter der Opposition, Mark Holland. Die Ausgabe wurde jedoch von Aussenminister Lawrence Cannon verteidigt: „Kanada ist stolz, die Welt zu Gast zu haben. Es ist üblich, alles zu zeigen, was ein Land zu bieten hat, und das ist genau das, was wir tun.“ Offiziell trägt die künstliche Seenlandschaft in dem provisorischen Pressezentrum den Namen „Experience Canada Corridor“ und besteht u.a. aus einer Anlegestelle, Kanus, Bäumen und Liegestühlen. Bereits einige Tage zurvor war die kanadische Regierung stark in die Kritik geraten, da sich fast eine Milliarde kanadische Dollar für Sicherheitsvorkehrungen des Gipfeltreffenes ausgegeben hatte.



