News vom 15.03.2010
Lawine in Kanada verschüttet 200 Snowmobil-Fahrer
Rund 200 Snowmobil-Fahrer wurden im kanadischen British Columbia von einer Lawine überrascht. Mindestens zwei Wintersportler starben bei dem Unglück. Offenbar ist die Lawine in den kanadischen Rocky Mountains von drei Schneemobil-Fahrern ausgelöst worden.
Die drei Sportler war wie die anderen ca. 200 Schneemobil-Fahrer zu einem Treffen in die Ortschaft Revelstoke gekommen. Am Sonntag berichteten zwei Augenzeugen, dass die drei in einem Wettbewerb einen Berg hoch gerast seien. Währenddessen hätten die anderen Schneemobil-Fahrer unten zugesehen.
So kam es dazu, dass die Lawine die Mitglieder des Treffens voll erfassen konnte. Neben den beiden Toten gab es noch mindestens 30 Verletzte, so berichtete Polizeisprecher Dan Moskaluk am Sonntag. Direkt nach dem Unglück war von drei Toten die Rede, was laut Moskaluk auf das Chaos unmittelbar nach dem Unglück zurückzuführen war.
Nach Angaben der Polizei hab es nicht mehr Opfer, weil die meisten Schneemobil-Fahrer mit Lawinen-Rettungsgeräten ausgerüstet waren. Sie fingen mit der Bergung von Verschütteten an, noch bevor die Rettungskräfte vor Ort eintrafen. Ob es noch weitere Vermisste gab, war zunächst weiter unklar.
Am Sonntag wurde auch mit Hubschraubern nach weiteren Opfern gesucht. Zudem ging die Polizei in den Hotels der Ortschaft von einem Zimmer zum anderen, um herausfinden zu können, wer möglicherweise noch verschüttet wurde.
Bürgermeister David Raven sagte gegenüber der Presse, dass die Schneemobil-Fahrer alle Lawinen-Warnungen ignoriert haben. Obwohl die Warnungen nach dem Neuschnee noch eindringlicher geworden waren. Auch ein Mitglied des Snowmobil-Clubs von Revelstoke, sagte, wegen der gefährlichen Bedingungen sei er nicht zu dem Event am Fuße des Berges Boulder gegangen. Zudem habe er alle gewarnt, nicht an der Fahrt auf den Berg teilzunehmen, berichtet die Nachrichtenagentur APA.



