News vom 01.03.2010
Ende der Olympischen Spiele in Vancouver
Die Olympischen Spiele in Vancouver sind zuende und sind geprägt von viel Freude über die gewonnenen Medaillen aber auch von Trauer und Schmerz.
Für Gregor Robertson, Bürgermeister von Vancouver, und die Kanadier endete in der Nacht die größte Party, die Kanada je erlebt hat. Nun ist die Flamme der 21. Olympischen Winterspiele erloschen und der Alltag kehrt wieder ein.
Vancouver 2010 zeigte den großen Kampf von Biathletin Magdalena Neuner (23) und Skirennläuferin Maria Riesch (25), die mit jeweils zwei Olympiasiegen nach Deutschland heimkehren. Für Aufsehen sorgte auch die Slowenin Petra Majdic, die mit gebrochenen Rippen zur Bronze-Medaille lief. Nicht zu vergessen Deutschlands Eisschnellläuferin Anni Friesinger, die Samstag entkräftet auf dem Bauch über die Ziellinie rutschte. Ausgelassenheit auch bei den kanadischen Eishockeyspielerinnen, die zum dritten Mal in Folge Olympiagold holten.
Vancouver 2010 war aber auch eine Olympiade des Trauerns, denn erstmals in der Geschichte der Olympischen Spiele musste ein Athlet seinen Traum mit dem Leben bezahlen. Der georgische Rodler Nodar Kumaritaschwili flog beim Abschlusstraining im Eiskanal von Whistler in der letzten Kurve aus der Bahn und prallte gegen einen ungeschützten Stahlträger. Auch wenn am selben Tag die Stahlträger mit Schaumstoff ummantelt wurden, kamen diese Maßnahmen für Nodar Kumaritaschwili zu spät - er starb auf dem Weg ins Krankenhaus.
Mit rasender Geschwindigkeit ging es weiter. Im alpinen Skizentrum von Whistler kamen beim Abfahrtsrennen der Frauen aufgrund des extremen Steilhangs sechs Läuferinnen zu Fall. Die Schwedin Anja Pärson (28) war an einem Sprung 60 Meter durch die Luft getragen worden. Blaue Flecken am ganzen Körper waren die glimpfliche Folge.
Es gibt aber noch eine Schattenseite dieser 21. Olympischen Winterspiele, denn nun stellen sich die Fragen: Haben sich die Spiele gelohnt? Was wird aus den versprochenen Wohnungsbauprojekten? Welche Maßnahmen sind gegen die Obdachlosigkeit geplant? Immerhin haben die Spiele ein Loch von rund einer Milliarde Euro in die Kassen der Stadt und der Provinz British Columbia gerissen. „Sparen“ wird hier in den nächsten Jahren wohl angesagt sein.



