News vom 13.02.2010
Eröffnung der Olympischen Spiele in Vancouver
Sportler aus aller Welt haben in der vergangenen Nacht in Kanada die Olympischen Winterspiele eröffnet. Jetzt lodert das Feuer über Vancouver und doch bliebt die Stimmung von Trauer geprägt. Beim Abschlusstraining war der georgische Rodler Nodar Kumaritaschwili auf der Olympia-Bahn in Whistler nach der Zieldurchfahrt aus der Bahn geschleudert. Dabei prallte er Kopf und Rücken gegen einen Stahlträger und starb. Die georgische Olympiamannschaft entschloss sich nach anfänglichem Zögern trotz des Todes des 21-Jährigen an den Spielen teilzunehmen. Sie marschierten mit schwarzen Schals und Trauerflor in die Arena ein, woraufhin sich die Zuschauer von ihren Plätzen erhoben.
Ansonsten bot die Eröffnungsfeier mit rund 4.000 Darstellern auf einer künstlichen Schneelandschaft eine stimmungsvolle und auch langatmige Zeitreise durch 12.000 Jahre kanadischer Geschichte und Kultur. Die von David Atkins und Ignatius Jones inszenierte Show war gespickt von optischen Effekten und zog einen zeitlichen Bogen von den ersten Indianerstämmen über die Epoche der Besiedlung bis in die Neuzeit.
Nach der Show trugen Ex-Formel-1-Pilot Jacques Villeneuve und Schauspieler Donald Sutherland die olympische Fahne in die Arena. Dem Spektakel schauten im Stadion rund 55.000 Zuschauer zu, während es weltweit bis zu drei Milliarden vor dem Fernseher waren. Bis zum 28. Februar wetteifern nun rund 2.700 Sportler aus 82 Ländern in 86 Wettbewerbem und 15 Sportarten um Gold, Silber und Bronze.



