News vom 22.01.2010
Terrorist in Kanada verurteilt
Der Tagesspiegel berichtete in seiner gedruckten Ausgabe am vergangenen Mittwoch über einen Terroristen, der in Kanada nun zu einer lebenslangen Haft verurteilt wurde.
Als Anführer einer Terrorzelle erhielt der Angeklagte Zakaria Amara die schwerste Strafe, die in Kanada nach Einführung neuer Anti-Terror-Gesetze wegen der Anschläge vom 11. September 2001 verhängt wurde. Im Vorfeld des Prozesses hatte der Mann zugegeben, drei gleichzeitige Attentate auf Ziele in Kanada geplant zu haben. Vor Gericht sagte Amara, er wolle Kanada genauso treffen, wie die USA im Jahre 2001 getroffen wurden.
Bei der Urteilsverkündigung sagte Richter Bruce Durno „Der mögliche Verlust von Menschenleben wäre in Kanada beispiellos gewesen“, so berichtete der „Toronto Star“.
Amara erklärte, dass seine Terrorzelle, die aus 18 Personen besteht, drei Lastwagen mit je einer Tonne Sprengstoff gleichzeitig explodieren lassen wollte. Ziele waren die Börse von Toronto, ein Gebäude des Geheimdienstes und eine Militärbasis. Begründet wurden die geplanten Anschläge damit, dass die Terrorzelle Kanada zum Rückzug aus Afghanistan zwingen wollte. Man wollte möglichst viele Menschen töten, weshalb die mit Metallsplittern bestückten Lastwagen um neun Uhr morgens explodieren sollte. Dann sind besonders viele Leute unterwegs. Richter Durno sagte weiter „Das war keine Gruppe von Amateuren, sie wollten das größte Verbrechen verüben, das Kanada je gesehen hätte.“
Während Amara zu einer lebenslangen Haft verurteilt wurde, bekam einer der Komplizen, der 21-jährige Saad Gaya, eine Gefängnisstrafe von zwölf Jahren.



