News vom 08.10.2009
Kanada: Olympisches Dorf in Vancouver wird teurer als vermutet
Die Süddeutsche berichtete in ihrer Online-Ausgabe, dass die Kosten für das Olympische Dorf in Vancouver ausufern. Im Februar 2010 sollten hier die Olympischen Winterspiele statt finden.
Aus einem Prüfbericht geht hervor, dass das Projekt Athletendorf den Etat von 1,08 Milliarden kanadischen Dollar (rund 646 Millionen Euro), der bereits mehrmals aufgestockte wurde, verschlungen hat. Nun sind weitere 131 Millionen Kanada-Dollar, rund 84 Millionen Euro, erforderlich. Zudem bestätigen Finanzprüfer der Olympiastadt, dass die zur Refinanzierung des Bauprojektes benötigten Erlöse aus dem Verkauf der Athletenwohnungen sehr wahrscheinlich nicht ausreichen wird. Finanzielle Lücken werden nach den Olympischen Spielen an den kanadischen Steuerzahler weitergeleitet.
Grund hierfür ist der starke Preisverfall auf dem Immobilienmarkt. Die Sportler-Unterkünfte können später weitaus schwerer als Eigentumswohnungen verkauft werden, als man zuvor angenommen hat. Die Stadt Vancouver als Bauherr trifft daher ein doppelter finanzieller Verlust: zum einen bleiben die erwarteten Einnahmen aus und zum anderen laufen die Unterhaltskosten für die Wohnungen weiter. Die Entwicklungsgesellschaft Millennium errichtet die 1100 Eigentumswohnungen, die das olympische Dorf in Downtown Vancouver bilden. Rund 2730 Einwohner werden hier während der Winterspiele leben. Am 1. November 2009 soll das Dorf an das Olympia-Organisationskomitee VANOC übergeben werden.



