News vom 11.09.2009
Opel-Übernahme von Magna - die Erfolgsgeschichte beginnt in Kanada
Nun ist es raus, Opel geht an Magna, doch ob damit die Problem wirklich aus der Welt geschaffen sind, bleibt fraglich. Wer aber ist Magna eigentlich genau?
Den Grundstein für Magna letzte der Österreicher Frank Stronach, der als junger Mann nach Kanada ausgewandert war. Er gründete hier im Jahre 1957 die Werkzeugschniede Multimatic und fusionierte im Jahre 1969 mit dem Unternehmen Magna Electronics. Es folgte die Umfirmierung in Magna International mit Unternehmenssitz in Aurora in Ontario. Bis heute hält Stronach immer noch die Mehrheit an Magna International, denn seitdem der russische Industriemagnat Oleg Deripaska im vergangenen Herbst ausgestiegen ist, gibt es keinen
weiteren größeren Aktionär mehr.
Gemessen am Umsatz ist Magna nach Denso und Robert Bosch der drittgrößte Autozulieferer. Profitiert hat Magna dabei vor allem von der Auslagerung ganzer Produktionsabläufe durch die Automobilhersteller. Vertreten ist Magna in 25 Ländern und beschäftigt hier mehr als 74 000 Mitarbeiter. Spezialisiert ist Magna auf Allradfahrzeuge und konnte sich auch als Entwicklungs- und Produktionspartner für die gesamte Fertigung etablieren. So stellt das Unternehmen Systeme, Baugruppen, Module und Komponenten für große Automobilbauer in Nordamerika her, fertigt in Graz komplette Fahrzeuge, die für Hersteller wie z.B. Mercedes-Benz, Chrysler, Saab oder BMW produziert werden.
Wenngleich Magna in der Vergangenheit auch schwarze Zahlen schrieb, konnte das Unternehmen der Krise nicht trotzen. Im letzten Jahr wurde bei einem Umsatz von 24 Milliarden Dollar ein Überschuss von 71 Millionen Dollar erwirtschaftet. Der Reingewinn ist damit auf ein Neuntel des Vorjahresgewinns von 663 Millionen Dollar geschmolzen.



